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Polnische Staatsanwaltschaft sammelt Beweise für russische Kriegsverbrechen in der Ukraine

von DignityNews.eu

Die polnische Staatsanwaltschaft sammelt Beweise für russische Kriegsverbrechen. „Die Staatsanwälte haben bereits 1700 Zeugen für russische Kriegsverbrechen in der Ukraine befragt und zahlreiche Beweisstücke, darunter Filme und Fotos, gesammelt”, teilte Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro mit. Das Material wird derzeit vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geprüft.

Auf einer Pressekonferenz in der Staatsanwaltschaft betonte Ziobro, dass Polen neben der Ukraine das erste Land sei, das Ermittlungen zum russischen Aggressionskrieg eingeleitet habe. 

„Im Rahmen dieser intensiven Ermittlungen wurden bisher 1700 Zeugen befragt, von denen sich mehrere hundert Zeugen und ihre Aussagen als sehr relevant für die Feststellung von Kriegsverbrechen im Rahmen dieses von Russland geführten Aggressionskrieges erwiesen haben”, so der Staatsanwalt. Einige der Beweise werden auch durch Filme und Fotos untermauert, die von Zeugen an den Schauplätzen der Ereignisse aufgenommen wurden.

Die polnischen Ermittler sammeln Beweise für russische Kriegsverbrechen, indem sie Zeugenaussagen vor allem auf polnischem Gebiet sammeln. Dariusz Barski, der mit den Ermittlungen betraute Staatsanwalt, äußerte sich ebenfalls zu den Einzelheiten der Ermittlungen. 

„Wir haben 1,7 Tausend Zeugen befragt, aber es gibt ein paar hundert relevante Protokolle, die es uns ermöglicht haben, 24 Themen im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen zu isolieren. Dazu gehören natürlich die Tötung von Zivilisten, die Zerstörung von Eigentum, die Folterung von Soldaten und illegale Deportationen. Es ist uns sogar gelungen, die Täter zu identifizieren”, sagte er.

Auf die Frage, um wen es sich handelt, antwortete er, dass es sich um russische Kommandeure handele, die in Infiltrationslagern Menschen gefoltert hätten. Diese Erkenntnisse seien besonders wichtig für die ukrainische Seite, die die Möglichkeit habe, Prozesse zu führen, ohne die Täter zu verhaften.

Die polnische Untersuchung zum russischen Angriffs auf die Ukraine wurde am 28. Februar 2022 eingeleitet. Ende März 2022 wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Ukraine, Litauens und Polens gebildet. Diesem Team schlossen sich später an: Estland, Lettland, die Slowakei, Rumänien und der Internationale Strafgerichtshof.

Arkadiusz Słomczyński

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