2023 war das erste Jahr ohne Gasimporte aus Russland. Die von ORLEN durchgeführten Auslandslieferungen dieses Rohstoffs nach Polen beliefen sich auf etwa 14,1 Mrd. Kubikmeter. Die Gesamtmenge des von dem Unternehmen importierten Gases war im vergangenen Jahr etwas höher als 2022, als sie sich auf etwa 13,9 Mrd. Kubikmeter belief. Die Lieferungen an polnische Kunden wurden durch die inländische Gasproduktion ergänzt, die sich auf über 3,3 Mrd. Kubikmeter belief, informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Eine der Hauptquellen für den Erwerb von ausländischem Gas durch die ORLEN-Gruppe im vergangenen Jahr waren LNG-Lieferungen. ORLEN nutzte die reservierte Kapazität des Gashafens in Świnoujście voll aus. An diesen Gashafen wurde eine Rekordzahl von 62 Lieferungen von verflüssigtem Erdgas mit einem Gesamtvolumen von etwa 6,5 Milliarden Kubikmetern Gas geliefert. Dies entspricht fast 46 Prozent aller Gasimporte nach Polen. Mit den LNG-Lieferungen wurde die Inlandsnachfrage nach diesem Rohstoff zu etwa 38 Prozent gedeckt. 2022 lag der Anteil von Flüssiggas an der Importstruktur von ORLEN bei 43 Prozent mit 58 Lieferungen, was einem Gesamtvolumen von etwa 6 Mrd. Kubikmetern Gas entspricht.
Eine weitere Säule der Gaslieferungen nach Polen im Jahr 2023 war der Transport über die Baltic Pipe. ORLEN lieferte über diese Route rund 6,2 Mrd. Kubikmeter Erdgas, was fast 44 Prozent der letztjährigen Importe von blauem Brennstoff nach Polen ausmachte. Damit konnten rund 36 Prozent des inländischen Gasbedarfs gedeckt werden. Der über die Baltic Pipe transportierte Rohstoff stammte sowohl aus der eigenen Produktion der ORLEN-Gruppe in Norwegen als auch aus Lieferungen, die auf der Grundlage von Verträgen mit Vertragspartnern auf dem norwegischen Festlandsockel getätigt wurden.
Lieferungen aus westlichen und südlichen Richtungen sowie aus Litauen ergänzten das über Baltic Pipe transportierte LNG und Gas. Die Lieferungen aus westlicher und südlicher Richtung beliefen sich im Jahr 2023 auf mehr als 0,9 Mrd. Kubikmeter und machten etwa 6,5 Prozent der Gesamtimporte aus.
Aus der östlichen Richtung importierte das Unternehmen im Jahr 2023 insgesamt 0,4 Mrd. Kubikmeter Gas, davon 0,2 Mrd. Kubikmeter aus Litauen und 0,2 Mrd. Kubikmeter aus der Ukraine.